Zeig mal Respekt!

Mein Thema heute: Respekt

Viele Menschen nehmen es sich immer noch heraus, vorschnell über die Intelligenz oder Erfahrung Anderer zu urteilen. Gerade wenn Sie denjenigen und / oder seine Ansichten nicht verstehen können. Schon Lennon sagte „don’t hate, what you don’t understand“. Der Satz ist mal wieder aktueller denn je – denn diese Einstellung ist sehr gefährlich für den geistigen Horizont der entsprechenden Person.

Wie oft mir das gerade in meiner Arbeit mit Musikern begegnet ist schockierend. Anscheinend ist die größte Motivation mittlerweile absolut und nur noch Erfolg. Freundschaften werden plattgetrampelt oder sind eh nur noch Mittel zum Zweck. Der Kapitalismus hat hier schon vollkommen indoktriniert. An sich ja nichts Schlimmes, es kann ja jeder für sich selbst entscheiden, warum er Musik macht, dennoch sind diejenigen, denen es um Qualität geht anscheinend echt rar gesäht – für viele zählt nur noch Erfolg. Da werden Vorwände und teils haarsträubende Geschichten erfunden, nur um entweder das eigne Unvermögen zu Kaschieren oder eben die eigene Faulheit.

Auch nehmen es sich viele Leute heraus, auf Basis ihres Uni- oder Schulabschlusses (ohne jemals richtig gearbeitet zu haben) die Lebenserfahrung anderer Menschen in Frage zu stellen. In einer Post-Faktischen Welt halte ich so etwas für sehr gefährlich, gerade wenn über Herzensentscheidungen geurteilt wird. „Ein guter König hört sich die Ratschläge seiner Berater immer an, entscheidet aber stets mit seinem Herzen“ – ein schönes Zitat aus dem Film „Prince of Persia“.

Ich habe mir in der Musik nie meine Erfolge oder Kritiken in die Bio geschrieben, weil ich immer dachte, ein schlauer Musiker bedenkt das immer mit. Falsch gedacht. Sobald es ans Eingemachte geht, wird immer wieder vergessen, was man schon alles erreicht, durchlebt und welche Risiken man für seinen Traum eingegangen ist. Lange habe ich zu diesem Thema geschwiegen, aber so langsam platzt mir einfach der Kragen. Charged man nicht von vorneherein jeden mit einem festen Stundensatz, wird man gnadenlos ausgenutzt. Fuck you Ellbogengesellschaft! Für mich ist Musik ein politisches Thema geworden, da mir der Kapitalismus an jeder Ecke wieder mit seiner hässlichen Fratze begegnet ist.

Ich warne jeden zukünftigen Musiker, der mit mir arbeiten möchte vor: Sei krass oder verpiss dich! Irgendwelche opportunistischen Lauchlappen brauch ich nicht mehr. Willst du eine Dienstleistung von mir? BEZAHL sie gefälligst!

Mein Ziel ist und war es schon immer, mit der Musik die ich mache diese Welt ein bisschen besser zu machen. Ob ich dafür Arbeiten muss oder nicht, interessiert mich nicht – im Endeffekt hat es einen humanistischen Hintergrund. Musik ist Heilung und deswegen kämpfe und propagiere ich Sie – weil Ihre Wahrheit auch postfaktisch bestehen bleiben wird.

In Zukunft werde ich mir meine Leistungen wieder in die Bio schreiben und wer keinen Respekt mitbringt, kann sich direkt verpissen.

Peace out!

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