Lieber arm als Vollzeit – Mein Leben mit 800 € monatlich

Lieber arm als Vollzeit – Mein Leben mit 800 € monatlich

Mein Leben mit 800 € monatlich

In Deutschland auf der Suche nach einem Teilzeitjob zu sein ist leider immer noch alles andere als spaßig. Nachdem meine 30 Stunden wöchentlich im letzten Jahr nahtlos in eine winzigkleine Periode der Arbeitslosigkeit übergingen, habe ich nun endlich eine neue Stelle auf 2 Tagen gefunden. Und zwar bevor mich das Arbeitsamt irgendwann in eine Vollzeitstelle gepackt hätte – mein Teilzeitwunsch interessierte die nämlich schlussendlich leider doch herzlich wenig.

Während 30 Stunden allerdings die perfekte Balance aus Arbeit und Geld waren, sieht das Ganze nun schon etwas anders aus. Mein Gehalt beträgt 1000 € Brutto und damit bleiben nach Abzügen noch genau 792 € zum Leben. Das klingt wie wenig und das ist es auch. Nach Abzug der Miete werden mir noch 390 € für Lebensmittel, Versicherungen, Unterhaltung, Kosmetik und Kleidung zur Verfügung stehen. Das kann auf jeden Fall heiter werden 🙂

Auch nach unserer aktuellen Hartz4 Debatte mit Herrn Spahn bin ich schon sehr gespannt, wie man trotz Arbeit, mit noch weniger zurecht kommen soll. Trotzdem ist mir das immer noch lieber, als eine Vollzeitstelle. Ich bekam sogar einige ziemlich lukrative Angebote – jeweils irgendwo über 40000 € jährlich plus Boni – doch was bringt das, wenn ich dafür 39 oder 35 (was ja fast geht – aber es bleiben eben 5 Stunden zuviel – Stunden die man Zuhause effektiv nutzen könnte) im Büro verbringen muss. Nicht nur, dass meine Musik darunter leiden würde – ich wäre wahrscheinlich trotz vollem Konto unglücklich und frustriert. Und ich weiß, wovon ich rede. Nach meiner Ausbildung „durfte“ ich schon einmal 42 Stunden wöchentlich arbeiten – und hab‘ mir irgendwann geschworen, das nie nie wieder zu tun. Wenn man mal down war, weiß man was man will und was nicht.

Aber zurück zum neuen Job und meinen ersten Gehversuchen als Blogger. Trotz der 30 Stundenwoche kam ich die letzten Jahre leider trotzdem nur wenig zum kreativen Arbeiten in der Musik. Die meiste Zeit ging für Übungen und Weiterbildungen drauf. Das soll sich nun ändern! Mit 17 Stunden pro Woche habe ich genügend Zeit, meine Musik auch adäquat voran zu bringen. Diese Freiheit ist ein wahrer Traum und ich bin noch etwas skeptisch, ob das Geld auch reichen wird. Meine Fixkosten habe ich bereits kalkuliert und optimiert und somit werde ich euch also im nächsten Posting berichten, wie der erste Monat so geklappt hat 🙂

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